Chronik
Am 21. November 1925 trafen sich im Gasthaus Staffler in Egenburg 19 Männer und gründeten einen Schützenverein. Auf Vorschlag des langjährigen Kassier Josef Vöst, wurde der Verein „Die Wildmooser“ – nach einem Flurnamen in Egenburg – getauft.
Während den Kriegsjahren und danach – von 1939 bis 1950 – ruhte der Verein. Nachdem die Amerikaner bei Kriegsende den Zimmerstutzen einzogen, wurde 1952 ein neuer gekauft.
1954 wurde eine Vereinsfahne für 1544,- DM angeschafft. Bei der Fahnenweihe waren 36 Vereine anwesend. Der Patenverein war „Gut Ziel Oberweikertshofen“.
Vom 1. bis 3. August 1975 wurde mit 47 Vereinen das 50-jährige Jubiläum gefeiert.
Vorausgegangen war im Juli ein Jubiläumsschießen mit ca. 400 Teilnehmern. Diese Fest wurde insbesondere vom sehr rührigen 1. Schützenmeister Stefan Kiemer organisiert. Unter seiner Regie erlebte der Verein einen großen Aufschwung.
Vom 29. April bis 17. Mai 1986 wurde unter der Leitung des 1. Schützenmeister Ernst Wolf das 34. Gauschießen des Schützengaus Friedberg ausgetragen. Dabei wurde erstmals eine eigene Jugendscheibe ausgewiesen.
Die Egenburger Schützen sind der einzige Schützenverein, der bei der Gebietsreform 1974 zum Landkreis Dachau gekommen ist. Außer dem Schießsport bestehen immer weniger Verbindungen zum Altlandkreis Friedberg.
Seit Oktober 2013 ist der Verein ein eingetragener Verein.
2013 hat der Verein 137 Mitglieder, davon 25 Jugendliche, 22 Frauen und 90 Männer.
Anekdote zur Namensgebung
Hergeleitet wird diese Bezeichnung von der Flur „Das Wildmoos“, die etwa 1,5 km nördlich von Egenburg gelegen ist. In dieser ehedem recht wildreichen Gegend besaßen nahezu alle Egenburger Kleinhäußler, die sich zum überwiegenden Teil als Handwerker ihr tägliches, hartes Brot verdienen mussten, einen Acker oder eine Wiese.
„Das Wildmoos“ reizte verständlicherweise zum Wildern, dem auch Rottenfußer Xaver (auch „Verl – Verl“ genannt ) nicht widerstehen konnte. Und so regte sich an einem schönen Winterspätnachmittag vor rund 100 Jahren wieder mal sein „Wildererblut“. Er setzte sich auf sein Odelfass und hinaus ging es mit seinem alten, klapprigen Schimmel ins „Wildmoos“ – ein Bild unschuldiger Arbeitsamkeit.
Nach einem kurzen, spähenden Blick in die Umgebung, hielt er plötzlich an, holte aus dem Odelfass einen Zwilling hervor, legte an und zielte. In diesem Augenblick flatterte auf der „Hot“ – Seite des Schimmels ein aufgeregter Rabe hoch, der Gaul erschrak und sprang mit seinem Hintergestell in die Höhe, ausgerechnet in dem Augenblick, wo der „Verl – Verl“ abdrückte, um einem Meister Langohr das Lebenslicht auszulöschen. Die ganze Schrotladung ging – O Schreck – ins Rückgebäude des Schimmels, der dann sofort eine seltene Schweißspur hinterlassend und hinkenden Marsches in den heimatlichen Stall antreten musste.
„O mei, da Schimi hot sich beim Aufstehn am stand den Arsch aufgrissen“ so jammerte der bauernschlaue „Verl – Verl“ jeden an, der den Grund der verpflasterten Blessur seines Vierbeiner wissen wollte. Seine dörflichen Mitbewohner jedoch waren anderer Meinung und schenkten ihm nicht den geringsten Glauben; denn zu gut kannten sie ihren “ Wildschütz auf dem Odelfass“.
Die 1. Schützenmeister
1925 Staffler Kaspar sen.
1926 – 1928 Bernhard Johann
1928 – 1932 Gutmann Ludwig
1933 – 1955 Asam Xaver
1956 – 1959 Bernhard Stefan
1960 – 1972 Bernhard Ludwig
1973 – 1979 Kiemer Stefan
1980 – 1987 Wolf Ernst
1988 – 1989 Kiemer Stefan
1990 – 2006 Wolf Ernst
2007 – 2010 Westermeir Hubert
2011 – heute Haberer Andreas
Die Gauschützenkönige
1982 Koppold Martin
1986 Meisl Franz
1996 Westermeir Hubert
Bezirksschützenkönig LP
1998 Westermeir Richard
